Oder wie manche Menschen alte Muster aktivieren können. Am Wochenende haben mein Partner und ich einen Ausflug gemacht. Am Nachmittag wollten wir in einem Selbstbedienungscafé mit lauschigem Plätzchen am Fluss Kaffee und Kuchen haben. Allerbester Laune, ein wunderbares Wochenende lag hinter uns. Wir stellten uns mit all den anderen Menschen in der Schlange an und warteten geduldig. Als ich an der Reihe war, von einer jungen Mitarbeiterin bedient zu werden, fragte ich, was in dem Kuchen sei, der vor ihr lag. Quark, sagte sie und wirkte nicht, als wolle sie mehr dazu sagen. Ich fragte, ob es auch Kuchen ohne Quark gebe und sie sagte nichts. Sah mich nur an. Mit verschlossenem Gesicht. Keine weitere Reaktion. Ich erstarrte. Konnte mir keinen Kuchen mehr aussuchen, mich nicht von der Stelle bewegen.
Trauma
Vom Schmerz in die Heilung
Wie ich mein Gehirn dabei ertappte, wie es von altem Schmerz auf die Gegenwart schloss.
Ein großer Teil meiner Kindheitsgeschichte dreht sich um meine Zähne. Meinen Eltern war es aufgrund ihrer eigenen Geschichten nicht möglich, sich um meine Zahngesundheit zu kümmern. So kam es, dass ich schon früh mit Schmerz zu tun hatte, den ich verbarg, weil ich Angst vor weiteren schmerzhaften Zahnarztbesuchen hatte.